Die neue Landesmesse auf den Fildern ist vielfältig: viel zu teuer, zu viele Parkplätze, zu viele Leerstände.

Schöne, großzügig bebilderte Projekte begeistern auf den ersten Blick.

„Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“, das „wichtigste Umweltbuch 2008“ (zeozwei) mit “bedrohlichem Ausmaß” (Die Zeit).

Ohne die Gestaltung der Oberflächen und die ruppigen Pergolen wäre die Wohnbebauung Zelgli ein tristes Beispiel für hermetisch entworfene moderne Architektur.

Schon beim ersten Durchblättern macht diese Polemik gegen WDVS Spaß. Das Cover ist mit voller Absicht so langweilig wie eben WDVS sind, wäre da nicht die Titelschrift in einem leuchtenden Pink.

Eigenartig ist das schon. Als Fachjournalist für zukunftsfähige Architektur haben mich im aktuellen Sanierungskalender natürlich vor allem die Beiträge zu Lehm interessiert. “Die Schwerpunkte des Bandes bilden folgende Themen”, versprach der Waschzettel. Unter anderem kündigte er “bauwerkstofflichen Aspekte zum Lehm” an. Also habe ich gleich, nachdem ich das Buch erfreut in den Händen hielt, nachgesehen. [...]

In Waldenbuch scheint die Welt noch in Ordnung. Ein hübsches kleines Zentrum beim Rathaus und etwas am Rande eine stattliche Fabrik, der größte Arbeitsgeber am Ort. Ein Stückchen weiter, in Richtung Natur, liegt das neue Museum Ritter. Wie ein Fremdkörper wirkt es, ein Implantat aus einer anderen Zeit, mit einer Prise altertümlicher Monumentalität.