Die Zeiten der großen Museumsneubauten in Deutschland sind vorbei. Auch wenn das Museum Ritter einen anderen Eindruck vermitteln will.

Kritik Museum RitterIn Waldenbuch scheint die Welt noch in Ordnung. Ein hübsches kleines Zentrum beim Rathaus und etwas am Rande eine stattliche Fabrik, der größte Arbeitsgeber am Ort. Ein Stückchen weiter, in Richtung Natur, liegt das neue Museum Ritter. Wie ein Fremdkörper wirkt es, ein Implantat aus einer anderen Zeit, mit einer Prise altertümlicher Monumentalität. Von außen wirkt es ein bisschen wie das Löwentor in Mykene, innen schmückt es sich mit einer Treppe, so steil und so lang wie die in der Cheopspyramide in Kairo. Als sei es bei einem Wettbewerb in irgendeiner internationalen Großstadt übrig geblieben und dann hier abgesetzt – ein neutralisierender „Cube“, sehnsüchtig nach der Aura des Abstrakten. Die Fassade zur Fabrik hin ist gelungen proportioniert, die anderen Seiten, vor allem die nach hinten fallen eindeutig ab….

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Eine Antwort to “Architektur: Museum Ritter – Sehnsüchtige Kiste”

  1. Die Cubes dieses Museums sind augenscheinlich ebenfalls Teil dessen, was im Artikel als “PR-Gag” bezeichnet wird, was aber m.E. eher als identitätsstiftend für einen Hersteller speziell geformter Produkte anzusehen ist – das Quadrat ist Konzept, lange Jahre auch in der Sammlung von Marli Hoppe-Ritter, die sich um die Vereinigung allerverschiedenster künstlerischer Positionen mit dem gemeinsamen Nenner des speziellen Seitenverhältnisses in einer z.T. ausgesprochen sehenswerten Sammlung verdient gemacht hat, und deren Linie sich erst in den letzten Jahren etwas gelockert hat.

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