Die aufgesetzten Boxen mit Lärchenfassade sind ein weithin sichtbares Zeichen der energetischen Generalsanierung des Gründerzeithauses in WienDas Haus, Baujahr 1900, war am Ende seiner Nutzungsdauer angelangt, als es der Bauträger Ulreich aufkaufte. Der Heizwärmebedarf betrug über 150 kWh/m*2a. Durch bereits bestehende Eigentumsverhältnisse war es nicht möglich, eine zentrale Heizungsanlage zu errichten. Doch die meisten der alten Kohle-, Öl- und Erdgasheizanlagen wurden durch ein zentrales Brennwertgerät und Warmwasseraufbereitung ersetzt. Solarkollektoren Fassadendämmung, Austausch von Fenster/Türen, Randleistenheizungen und Niedrigtemperatur-Fußbodenheizung sind weitere ökologische Komponenten. Die energetische Sanierung reduzierte den Heizwärmebedarf um 81 %. Auch der CO2-Ausstoß sank um 140 t/Jahr. Für den Gebäudebetrieb wurde ein umfassendes Energiemonitoring eingeführt. So konnten die monatlichen Betriebskosten von anfänglich 2,00 € netto auf 1,55 € netto pro Quadratmeter reduziert werden.

Neue Ästhetik Bild: Ulreich
Um das heruntergekommene Gründerzeithaus ästhetisch zu modernisieren, wurden dem Dach mit Lärchenholz verkleidete „Boxen” aufgesetzt. Auch im übrigen Haus schafft Holz eine wohnliche Atmosphäre. So wurden das Eingangsportal, die neuen Hausbriefkästen, die Stockwerksbezeichnungen und die neuen Wohnungseingangstüren im selben Holz gestaltet.
Zwei– und Dreizimmerwohnungen in den unteren Stockwerken und Luxusmaisonetten im Dach führen zu einer gesunden sozialen Durchmischung. Ein großer begrünter Innenhof, Freiflächen bei fast allen der 26 Wohnungen, eine Waschküche, ausreichend Fahrrad– und Kinderwagenabstellplätze, der behindertengerechte Zugang und nicht zuletzt das gründerzeitliche Umfeld vergrößern den Wohnkomfort.

 Bild: UlreichSoziale Strukturen erhalten
Wichtig für die Zukunftsfähigkeit war, die sozialen Strukturen zu erhalten: 50 % der Bewohner konnten wohnen bleiben. Die „Altmieter“ konnten entweder im Haus in eine andere, neu renovierte Wohnung oder in ein anderes Haus des Bauträgers übersiedeln. Sie erhielten Mietverträge zu Sonderkonditionen und alle Übersiedelungskosten wurden übernommen. Beim Ankauf des Hauses befanden sich einige Wohnungen schon in Eigentum. Mit den “Alteigentümern” wurde sehr viel Zeit und Energie für Betreuung und Gespräche aufgewendet. Denn bei vielen bestand anfangs kein Interesse an einer Sanierung oder fehlten die finanziellen Mittel. Auch hier wurden Lösungen gefunden. Somit ist das Gründerzeithaus ein gutes Beispiel für die rund 40 Prozent seiner Zeitgenossen in Wien, die sanierungsbedürftig sind.

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