Eigenartig ist das schon. Als Fachjournalist für zukunftsfähige Architektur haben mich im aktuellen Sanierungskalender natürlich vor allem die Beiträge zu Lehm interessiert. “Die Schwerpunkte des Bandes bilden folgende Themen”, versprach der Waschzettel. Unter anderem kündigte er “bauwerkstofflichen Aspekte zum Lehm” an. Also habe ich gleich, nachdem ich das Buch erfreut in den Händen hielt, nachgesehen. In der Inhaltsangabe … ? … : Fehlanzeige. Einzig die beiden Beiträge “Passiv stabilisierte Raumluftfeuchte für Archivgut” und “Untersuchungen des Porenvolumens von Bauwerkstoffen mittels lichtoptischer Methode” ließen hoffen, dass sich dort neue Informationen zu Lehm verstecken. Aber auch in diesen fundierten Beiträgen fand sich kaum etwas. Zwar werden im ersten Artikel die Sprungantworten von Lehm mit denen von Calciumsilikatplatten* verglichen. Mit einem kurzen Kommentar zu den schwankenden Eigenschaften von Lehm und einem Schaubild, auf dem der Sorptionsthermeverlauf nach Literaturangaben u.a. von Lehm dargestellt ist, bescheidet sich der Artikel zu dem Thema.

Im zweiten Beitrag? Leider vergleicht der nur Kalksandstein, Ziegel und Natursandstein und misst Holzbeton. Hochinteressant aber sehr speziell.

Zuguterletzt kam ich auf den rettenden Einfall im umfangreichen Stichwortverzeichnis nach Lehm zu suchen: wieder Fehlanzeige! Vielleicht unter “bauwerkstofflich”?: Nichts.

Ich werde mich also vorerst mit der Lektüre der spannenden Beiträge von Herrn Venzmer und “Solarökologische Sanierung – zukunftsfähige Lösungen” trösten.

*(“Calciumsilikatplatten mit einem Additiv” – geht das eigentlich auch exakter?)

Eine Antwort to “Rezension: Sanierungskalender 2010”

  1. Canters sagt:

    Ja, genau. Das ist ein echter Schmäh, dass die Additive nicht näher benannt werden. Es lebe die Volldeklaration.

    R. Canters

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