Die sehenswerte Dokumentation zeigt die Bewegung gegen S21 ganz emotional. Der Regisseurs Hermann G. Abmayr will dabei nicht nur die unangemessene Reaktion der Polizei bei der Demonstration am 30. September 2010 festhalten. Er zeigt auch, wie die Bewegung den öffentlichen Raum einnimmt und mit kreativem Leben füllt: den Park und die Räume der Stadt. Die breiten Straßen, die so manchem Neuankömmling in Stuttgart unangenehm auffallen, weil sie die Stadt so rigide zerteilen, sind zeitweise mit Menschen überfüllt. Sie nehmen friedlich und langsam die Plätze der Autos ein.
Die Kameraeinstellungen und -bewegungen des Films dokumentieren die Einstellungen und Bewegungen der Menschen, die protestieren und für eine zukunftsfähige Stadt kämpfen. So folgt die Kamera etwa den Besetzern des Südflügels. Insofern ist der Film nicht für Architekten oder Stadtplaner gemacht. Doch bei einer kurzen Fahrt durch die kleine Schalterhalle erscheint etwas von der Magie des Bahnhofs. Seine Räume überhöhen das Ankommen und Abreisen des modernen Menschen.
Der Film folgt den Stuttgartern, regionalen Künstlern und auch neuen Demokratiestars wie Hannes Rockenbauch – „einer von vielen, die aufgestanden sind, um sich friedlich und phantasievoll einzumischen: Menschen jeden Alters, aus allen Schichten und mit unterschiedlichem politischem Hintergrund. Es genügt ihnen nicht, alle paar Jahre zur Wahlurne zu gehen. Stuttgart 21 ist so zum Katalysator einer neuen Demokratiebewegung geworden.“ Aus der Inhaltsangabe der Aus der Inhaltsangabe der homepage zum Film.

Der Hauptfilm dauert 30 min. Zudem gibt es zahlreiche Interviews, beispielsweise mit Peter Conradi, Volker Lösch, Boris Palmer, Walter Sittler, Gangolf Stocker, Werner Wölfle. Zusammen bilden sie einen guten Einstieg in das Thema.

Filmtrailer auf YouTube

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