Ein lohnenswertes Buch, über die Wege der Farbe in der Stadt. Es sollte bei allen Architekten im Regal stehen – selbst wenn es nur selten genutzt wird. Tatsächlich hat es die Qualität, sogar auf dem Nachtisch zu liegen, so wie damals “Delirious New York” von Rem Koolhaas. Nicht etwa, weil die Autoren auch für eine weltumspannende Modefirma Werbung machen möchten, sondern, weil hier Gestaltungs-Fachleute schreiben. Judit Solt von der Schweizer tec21 etwa und weitere sieben Fachleute, die Essays über Architektur, Stadtplanung und Kunst beisteuer. Mit der “Semantik von Materialoberflächen”, Farbepochen der Architektur” oder “In Würde gealtert” wird die Reise durch die Züricher Farbigkeit zu einem Manifest für mehr Farbe in jeder Stadt! Nicht nur der Abschnitt “Qualitätskriterien und Strategien für einen nachhaltigen Einsatz von Farbe in der Stadt” von Stefanie Wettstein und Lino Sibillano erleichten Farbentscheide.

Drei Jahre lang ermittelte ein interdisziplinäres Team die Quartier- und Gesamtfarbigkeit von Zürich an über 40′000 Gebäuden. Zusätzlich wurden über 100 ausgewählte Bauten in sinnlichen Farbporträts detailliert dokumentiert. Zum Einsatz kamen verschiedene Instrumente wie Farbabnahmen, Fotografien und Beschreibungen.

Die Ergebnisse sind in der Box «Farbraum Stadt – BOX ZRH» gesammelt, dargestellt und kommentiert – ein Werkzeug für Fachleute, eine Inspirationsquelle für Laien.

Herausgeber: Jürg Rehsteiner, Lino Sibillano und Stefanie Wettstein, Haus der Farbe, Zürich

ISBN 978-3-906729-74-9 | CHF 128.00 | EUR 86.00 – leider nicht ganz billig.

Die Box mit dem Buch enthält auch ein  Kartenset mit 96 farbigen Steckbriefen interesanter Bauten und grafisch ansprechenden Farbplan von Zürich.

Das Buch bei kontrast Verlag

Pressestimmen:

Neue Zürcher Zeitung
«Von einem Buch zu reden, ist untertrieben, vielmehr handelt es sich um ein gewichtiges Werk [...]. Auch wenn die Untersuchung ‹nur› die Oberfläche der Bauten zum Gegenstand hatte, geht der Inhalt der Box in die Tiefe und bietet lehrreiche Hintergrundinformationen über Material, Farbe und epochale Verankerung ausgewählter Architektur in Zürich.»